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Wo stammt der Name her?
Die Fachterminologie der Markscheider:
Neben dem Hüttenwesen ist das Markscheidewesen der bisher einzige
Bereich innerhalb der Bergmannsprache, zu dem eine gesonderte Untersuchung
vorliegt. Die Markscheider waren die Vermessungstechniker des Bergbaus.
Ihr Wissen beruhte auf der Geometrie (einer der ,,Septem Artes Liberales")
und ihre vorrangigste Aufgabe bestand darin, zu vermeiden, dass die Grubenbauer
(Hauer) versehentlich in fremdes Gebiet vordrangen. Außerdem fertigten
die Markscheider bildliche Darstellungen (Riß) vom Verlauf der unterirdischen
Gänge an.
Da die Markscheider eine wichtige
Rolle für die Einhaltung der Bergrechte spielten, ist es nicht verwunderlich,
dass die Bezeichnung Markscheider vor allem durch die Bergordnungen ihre
Verbreitung fand. Neben Markscheider treten auch die Form Marscheider
(Schwund des auslautenden Konsonanten durch Erleichterung bei Trikonsonanz)
und im bayrisch-österreichischen Raum die Formen Schiner, Bergschinner
und Schinmeister auf.
Der wichtigste Fachbegriff dieses
Berufs dürfte Markscheide sein. Hiermit wurde die ,,Grenze eines
Grubenfeldes" bezeichnet. Daneben sind es vor allem die vom Markscheider
verwendeten Geräte wie der Jakobsstab (auch Grundstock oder Kreuzstab),
die Gradscheibe, der Grubenkompaß, der Senkel und die Schnur, die
lange Zeit zum Messen von Längen benutzt wurde.
Auch speziell für Markscheider konzipierte Lehrliteratur gab es:
Das 1686 veröffentlichte ,,Geometria subterranea" von Nicolaus
Voigtel, sowie der um 1650 entstandene aber erst 1700 veröffentlichte
,,Hellpolierte Bergbauspiegel" von Balthasar.
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